Von Eisbach Riders

Nachhaltiges Surfen: Praktische Tipps zur Reduzierung deines Impacts

Im Surfen steckt eine offensichtliche Spannung: Wir lieben das Meer, wir brauchen es für unsere Freude, und wir tragen zu den Belastungen bei, die es bedrohen. Flugreisen zu Surfzielen, Boards aus erdölbasiertem Schaum und Glasfaser, Neoprenanzüge, die nicht biologisch abbaubar sind, Einweg-Verpackungen für Wachs – der Sport hat einen echten ökologischen Fußabdruck. Die gute Nachricht: Individuelle Entscheidungen zählen, und ein paar konkrete Änderungen können diesen Fußabdruck deutlich reduzieren, ohne auf das zu verzichten, was das Surfen ausmacht.

Boards länger nutzen

Das nachhaltigste Board ist das, das man bereits besitzt. Die Herstellung eines neuen Surfboards – Glasfaser, Harz, Schaumkern, Finnenboxen – verbraucht erheblich Energie und Materialien. Jedes Jahr, das man ein vorhandenes Board länger nutzt, ist ein Jahr, in dem man kein neues braucht.

Beulen zeitnah reparieren. Ein kleiner Riss, der unbehandelt bleibt, lässt Wasser in den Schaum eindringen und verursacht Vergilbung, Delamination und Strukturschäden, die aus einer kleinen Reparatur ein teures Problem oder ein frühzeitiges Ruhestand machen. Reparaturkits sind günstig und für kleine bis mittlere Schäden wirklich effektiv.

Boards richtig lagern – außerhalb direkter Sonneneinstrahlung, an den richtigen Stellen abgestützt, vor Stößen geschützt. Eine GNARWALL Wandhalterung hält die Boards zwischen Sessions sicher und platzsparend. Der vollständige Guide zu Surfboard-Lagerungsoptionen gibt weiteren Überblick.

Ausrüstung wählen, die hält

Günstige Finnen, Leashes und Zubehör, die schnell kaputt gehen, sind keine Ersparnis – sie sind wiederkehrende Kosten und eine Quelle von Materialverschwendung. Seltenere Käufe von besserem Equipment ist langfristig der nachhaltigere (und oft günstigere) Ansatz.

Das ist die Philosophie hinter der Ausrüstung von Eisbach Riders: Finnen, die für Langlebigkeit in Flüssen, Ozean und Seen gebaut sind; Zubehör, das eine Saison hält, nicht nur einen Trip. Das komplette Finnen-Sortiment und SUP-Zubehör im Shop durchstöbern.

Reisen überdenken

Flugreisen sind der mit Abstand größte Beitrag zum ökologischen Fußabdruck der meisten Surfer. Ein Hin- und Rückflug nach Indonesien oder Hawaii verursacht mehr CO₂ als die meisten anderen persönlichen Entscheidungen zusammen. Das bedeutet nicht, nie für eine Surfwelle zu reisen – aber es lohnt sich, ehrlich über die Konsequenzen nachzudenken.

Einige praktische Anpassungen:

  • Öfter in der Nähe surfen – in Europa gibt es Weltklasse-Wellen, die die meisten Surfer noch nie gesehen haben
  • Wenn man doch fliegt, länger bleiben – mehr Surf-Tage pro Einheit Flugemissionen
  • Zug oder Landweg für europäische Ziele in Betracht ziehen – die Bretagne, das Baskenland und Portugal sind ohne Fliegen erreichbar
  • CO₂-Kompensation ist unvollkommen, aber besser als nichts bei unvermeidbaren Flügen

Einwegplastik am Strand reduzieren

Strände sammeln Plastik aus verschiedenen Quellen – der größte Teil kommt von Müll auf dem Land und aus Flüssen, nicht direkt von Surfern. Aber Surfer verbringen mehr Zeit an Stränden und im Wasser als fast alle anderen und sind damit natürliche Strandhüter.

Eine Wiederverwendungstasche mitbringen und bei jeder Session ein paar Müllstücke vom Strand mitnehmen. An organisierten Strandreinigungen teilnehmen. Unternehmen unterstützen, die Plastik in ihren Verpackungen und im Betrieb reduzieren.

Neopren-Entscheidungen

Traditionelle Neopren-Anzüge bestehen aus erdölbasiertem Gummi und sind nicht biologisch abbaubar. Alternativen wie Yulex (Naturkautschuk) und Kalkstein-basiertes Neopren existieren und haben einen deutlich geringeren Umwelteinfluss. Sie schneiden auch leistungstechnisch gut ab – das ist kein Kompromiss mehr zwischen Nachhaltigkeit und Wärme.

Neoprenanzug vor dem Ersetzen reparieren. Neoprenkleber ist günstig und effektiv für Nahtreperaturen und kleine Risse. Ein gut gepflegter Anzug kann fünf oder mehr Jahre halten; einer der unbehandelt bleibt, versagt oft nach zwei Jahren.

Das grosse Bild

Individuelle Entscheidungen zählen, aber kollektives Handeln zählt mehr. Organisationen unterstützen, die in deiner Region für Meeresgesundheit, Küstenschutz und Wasserqualität arbeiten. Für Richtlinien zum Schutz der Meeresumwelt eintreten. Mit anderen Surfern über Veränderungen und deren Gründe sprechen – Kultur ändert sich, wenn Menschen mit gutem Beispiel vorangehen.

Das Meer wird noch lange nach uns allen da sein. Unsere Aufgabe ist, dafür zu sorgen, dass es das Surfen wert bleibt.

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