Von Eisbach Riders

Surfboard wachsen: Das richtige Wachs wählen und richtig auftragen

Surfboard wachsen ist ein Ritual – und wie die meisten Rituale ist es einfach, wenn man die Regeln kennt. Falsches Wachs bei der falschen Wassertemperatur ist glatt und nutzlos. Das richtige Wachs, richtig aufgetragen, gibt dir den Grip, den du brauchst, um auf dem Board zu bleiben und dich auf die Wellen zu konzentrieren. So geht's richtig.

Warum die Wassertemperatur entscheidend ist

Surfwachs ist temperaturempfindlich. Es ist so konzipiert, dass es bei einem bestimmten Wassertemperaturbereich weich genug ist, um eine griffige, strukturierte Oberfläche zu erzeugen. Tropenwachs in kaltem Wasser wird hart und glasglatt – kein Grip. Kaltwasserwachs in warmem Wasser schmilzt zu einem fettigen Film, der überall landet, nur nicht dort, wo du ihn brauchst.

Die meisten Wachsmarken verwenden eine einfache Temperatureinteilung:

  • Kaltwasser – unter 16 °C
  • Kühlwasser – 14–19 °C
  • Warmwasser – 17–24 °C
  • Tropisch – über 24 °C

Die Temperaturbereiche überschneiden sich je nach Marke leicht. Im Zweifel eine Klasse kälter wählen als vermutet – ein etwas weicheres Wachs lässt sich besser verarbeiten als eines, das zu hart für die Bedingungen ist.

Grundschicht vs. Deckschicht

Ein ordentlicher Wachs-Job besteht aus zwei Lagen:

Grundschicht (Base Coat): Ein härteres Wachs, das direkt auf das Board aufgetragen wird, um eine strukturierte Basis zu schaffen. Im Kreuz- oder Kreismuster auftragen und gut in die Oberfläche einarbeiten – sichtbare Noppen sind das Ziel, keine glatte Schicht. Die Grundschicht haftet am Board und bildet das Fundament für die Deckschicht.

Deckschicht (Top Coat): Das temperaturgerechte Wachs über der Grundschicht. Das ist es, worauf deine Füße tatsächlich greifen. Im Kreis- oder Kreuzmuster auftragen, bis eine gleichmäßige Abdeckung aus Wachsnoppen über den gesamten Standbereich entsteht.

Manche Surfer lassen die Grundschicht weg. Nicht ideal, aber kein Weltuntergang. Eine Grundschicht verlängert die Haltbarkeit des Wachs-Jobs deutlich und verbessert den Grip – gut investierte fünf Minuten.

Wo Wachs auftragen

Bei Shortboards Wachs auf das obere Drittel des Boards (wo der Vorderfuß landet), den Tail-Bereich (wo der Hinterfuß steht) und die Rails, wo man beim Duckdiving greift, auftragen. Das gesamte Deck muss nicht gewachst werden – nur die Bereiche, die tatsächlich mit dem Körper in Kontakt kommen.

Bei Longboards mehr Deckfläche wachsen, da man das Board entlanglaufen wird. Besondere Aufmerksamkeit dem Nose-Bereich widmen, wenn man Hang Five plant.

Keine Surfboard-Finnen, Leash-Plugs oder Entlüftungsschrauben wachsen – Wachs erschwert das Herausnehmen der Finnen und bringt keinen Vorteil.

Altes Wachs entfernen

Wachs baut sich mit der Zeit auf und muss irgendwann abgetragen werden. Ein Wachskamm entfernt Oberflächenwachs schnell; das Board vorher 10–15 Minuten in der Sonne liegenlassen, damit das Wachs weicher wird und sich leichter entfernen lässt. Verbleibende Rückstände mit Wachsentferner oder etwas Speiseöl lösen und abwischen.

Alle 2–3 Monate vollständig abwachsen ist eine gute Gewohnheit für regelmäßige Surfer. So lässt sich das Board auf Dellen prüfen, der Wachs-Job bekommt einen frischen Start, und das graue Wachsgebirge, das sich bei ewigem Aufwachsen bildet, wird vermieden.

Schnell-Tipps

  • Wachs auf ein sauberes, trockenes Board auftragen – beste Haftung
  • Das Board kurz in der Sonne vorwärmen – aber nicht übertreiben
  • Immer einen Wachskamm dabei haben – kurzes Aufrauen zwischen Sessions stellt den Grip wieder her, ohne neu wachsen zu müssen
  • Einen Reisewachs-Block in der Boardbag mitführen – für Notfälle im Urlaub

Wenn das Board gewachst und bereit ist, ist das nächste Performance-Upgrade die Finnen. Das komplette Sortiment an Surffinnen für FCS und Futures gibt es bei Eisbach Riders.

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